Arzthaftungsrecht Essen - Vorgehensweise bei Behandlungsfehlern

Arzthaftungsrecht Essen

Vorgehensweise bei Behandlungsfehlern

Behandlungsfehler kommen nahezu täglich vor und können jeden treffen. In solch einem Fall ist die juristische Aufarbeitung durch einen Spezialisten bzw. Fachanwalt gefragt. Denn das Arzthaftungsrecht gilt als schwierige rechtliche Materie, die auch von uns als Anwälte in Essen größte Expertise fordert. Unsere Kompetenz liegt auf diesem Gebiet. Dabei beraten und vertreten wir als Anwalt ausschließlich Patienten, die ihre Schmerzensgeld-, Schadensersatz-, und Rentenansprüche gegen Ärzte, Krankenhäuser und Haftpflichtversicherungen durchsetzen müssen. Solche Ansprüche resultieren zum einen aus Behandlungsfehlern, zum anderen aus fehlerhafter oder unzureichender Aufklärung durch den Arzt im Rahmen der jeweiligen Behandlung.

Arzthaftungsrecht Essen – Welche Punkte gibt es zu berücksichtigen?

Zu Beginn steht meist die Frage, ob es sinnvoll ist, den eigenen Arzt zu verklagen, was im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs mit dem passenden Anwalt erörtert wird. Eine solche Hemmschwelle ist verständlich, aber oftmals unbegründet. Die Zahl der Arzthaftungsprozesse hat sich im Verlauf der letzten 10 Jahre vervielfacht, bundesweit kommt es jedes Jahr zu rund 30.000 Kunstfehler-Prozessen. Daher machen wir zu Beginn eine Risikoabwägung und klären Sie im einzelnen Fall über die Erfolgschancen eines zivilrechtlichen Vorgehens gegen Arzt bzw. Krankenhausträger auf. Es gelten insbesondere die Fragen bzgl. des mit einzubeziehenden, haftenden Personenkreises, sowie die Art des vorliegenden ärztlichen Fehlers und die Vorgehensweise zu klären. Lag ein Diagnoseirrtum vor, gab es grobe Behandlungsfehler und ist der behandelnde Arzt seiner Aufklärungspflicht gegenüber der Patienten nachgekommen? Hier sind wichtige Bewertungen vorzunehmen, die auch Aufschluss über den Ausgang eines möglichen Rechtsstreits geben.

Weitere Vorgehensweisen unserer Essener Kanzlei in der Arzthaftung

Die Anwälte unserer Essener Kanzlei nehmen dabei Kontakt mit dem beschuldigten Arzt, sowie seiner Haftpflichtversicherung auf und fordern darüber hinaus die entsprechenden Krankenunterlagen zur Auswertung an. Für die Überprüfung des Sachverhaltes werden gegebenenfalls auch Gutachter hinzugezogen. Durch ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Arzthaftung, sind Rechtsanwalt Dr. Raimund Bürger und Rechtsanwältin – und Fachanwältin für Medizinrecht in Essen – Beate Lenke im Stande, Sie der Durchsetzung berechtigter Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen zu unterstützen.

Zur Vermeidung einer langatmigen und damit auch kostspieligen Verhandlungsführung mit der jeweiligen Haftpflichtversicherung des einzelnen Arztes, prüfen unsere Anwälte mögliche Optionen außergerichtlicher Vergleiche.

Die folgenden Überlegungen und Handlungen stehen am Anfang eines jeden Rechtsstreites wegen einer Arzthaftung:

  • Anfordern und Auswerten der Krankenunterlagen für Angelegenheiten im Arzthaftungsrecht
  • Kontaktaufnahme mit dem beschuldigten Arzt und seiner Haftpflichtversicherung
  • Überprüfung des medizinischen Sachverhaltes, durch Rechtsanwälte und gfs. auch durch eigenen Gutachter
  • Einschalten der Ärztekammer?
  • Risikoabwägung der Erfolgsaussichten eines zivilrechtlichen Vorgehens gegen den Arzt oder Krankenhausträger, insbesondere:
  • Wer ist überhaupt in den Kreis der Haftenden einzubeziehen?
  • Welcher Art könnte der Fehler sein (Diagnoseirrtum? Befunderhebungsfehler? Grober Behandlungsfehler?)
  • Wurde korrekt, insbesondere zum richtigen Zeitpunkt, vom Arzt aufgeklärt?
  • Organisationsverschulden des Krankenhauses?
  • Welche Beweisregeln gelten, wenn z.B. ein anderer Arzt – fehlerhaft – nachbehandelte?
  • Welche Schadensersatz– oder Schmerzensgeldansprüche bestehen, bzw. sind offensichtlich nicht durchsetzbar?
  • Wie soll die Verhandlungsführung mit der Haftpflichtversicherung des Arztes über einen außergerichtlichen Vergleich erfolgen (um einen langwierigen und kostenintensiven Prozess zu vermeiden)?
  • Wie soll ein Abfindungsvergleich gestaltet werden (Folgeschäden? Verjährung? Ansprüche Dritter?)?
  • Wie ist ein evtl. bereits existentes negatives medizinisches Sachverständigengutachten zu widerlegen?
  • Erkennt die Versicherung des Arztes dessen Haftung an, sind die Anwaltskosten von der Versicherung zu erstatten. Ansonsten tritt evtl. auch eine bestehende Rechtsschutzversicherung ein. Bei unzureichenden Vermögensverhältnissen besteht darüber hinaus die Möglichkeit, für Sie bei Gericht Beratungs- oder Prozesskostenhilfe zu beantragen. Evtl. kann ein Prozessfinanzierer eingeschaltet oder eine Gebührenvereinbarung getroffen werden.